- Warum Spätzle selber machen statt kaufen
- Originales Spätzle-Grundrezept – Zutaten
- Spätzle-Teig richtig zubereiten
- Spätzle machen ohne Spätzlepresse – 3 bewährte Methoden
- Spätzle kochen – so geht’s richtig
- Spätzle verfeinern und servieren
- Häufige Fehler beim Spätzle machen
- Spätzle aufbewahren und einfrieren
- Spätzle-Varianten für mehr Vielfalt
Spätzle gehören zu den bekanntesten Klassikern der süddeutschen Küche. Besonders in Schwaben sind sie mehr als nur eine Beilage – sie sind Tradition. Viele Menschen denken jedoch, dass man für selbstgemachte Spätzle zwingend eine Spätzlepresse oder ein spezielles Küchengerät braucht. Das stimmt nicht.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Spätzle selber machen kannst – ganz klassisch und ohne Spätzlepresse. Das Rezept ist einfach, bewährt und funktioniert mit ganz normalem Küchenequipment.
Warum Spätzle selber machen statt kaufen
Fertige Spätzle aus dem Supermarkt sind praktisch, geschmacklich kommen sie aber nicht an selbstgemachte heran. Hausgemachte Spätzle haben:
- eine bessere Konsistenz
- mehr Geschmack
- keine Zusatzstoffe
- vielseitige Einsatzmöglichkeiten
Außerdem ist der Teig schnell vorbereitet und die Zubereitung einfacher, als viele denken.

Originales Spätzle-Grundrezept – Zutaten
Dieses Rezept entspricht der klassischen schwäbischen Variante.
Zutaten für 4 Portionen
- 400 g Weizenmehl (Typ 405 oder 480)
- 4 Eier (Größe M)
- ca. 120 ml Wasser (oder Mineralwasser)
- 1 TL Salz
- optional: 1 Prise Muskatnuss
Spätzle-Teig richtig zubereiten
Schritt 1: Teig anrühren
Mehl in eine große Schüssel geben, Salz (und optional Muskat) untermischen. Eier hinzufügen und nach und nach Wasser einarbeiten.
Schritt 2: Teig schlagen
Der Teig wird nun mit einem Holzlöffel oder Handrührgerät kräftig geschlagen, bis er zähflüssig ist und Blasen wirft.
Genau dieser Schritt ist entscheidend für lockere Spätzle.
Konsistenz:
Der Teig soll schwer reißend vom Löffel fallen – nicht flüssig, aber auch nicht fest.
Schritt 3: Teig ruhen lassen
Den Teig 10 Minuten ruhen lassen. Dadurch entspannt sich das Gluten und die Spätzle werden gleichmäßiger.
Spätzle machen ohne Spätzlepresse – 3 bewährte Methoden
Methode 1: Mit Brett und Messer (klassisch schwäbisch)
- Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, gut salzen
- Teig portionsweise auf ein angefeuchtetes Holzbrett streichen
- Mit einem Messer dünne Streifen direkt ins kochende Wasser schaben
➡ Diese Methode erfordert etwas Übung, liefert aber das authentischste Ergebnis.
Methode 2: Mit grober Reibe
- Teig auf eine grobe Küchenreibe geben
- Teig durch die Löcher direkt ins Wasser drücken
➡ Sehr beliebt, wenn man keine Spätzlepresse hat und gleichmäßige Formen möchte.
Methode 3: Mit Sieb oder Schaumlöffel
- Teig durch ein großes Lochsieb drücken
- Alternativ durch einen Schaumlöffel streichen
➡ Einfach und schnell, besonders für Anfänger geeignet.

Spätzle kochen – so geht’s richtig
- Sobald die Spätzle im Wasser nach oben steigen, sind sie gar
- Mit einer Schaumkelle herausnehmen
- Kurz in kaltem Wasser abschrecken (optional)
- Gut abtropfen lassen
Spätzle verfeinern und servieren
Nach dem Kochen können die Spätzle direkt serviert oder weiterverarbeitet werden:
- in Butter schwenken
- als Beilage zu Braten, Gulasch oder Pilzrahm
- als Basis für Kässpätzle
- mit Röstzwiebeln und Salat
Häufige Fehler beim Spätzle machen
- Teig zu fest: Spätzle werden hart
- Teig zu flüssig: Spätzle zerfallen
- Wasser kocht zu stark: Form leidet
- Zu wenig Salz im Wasser: Geschmack fehlt
Spätzle aufbewahren und einfrieren
- Im Kühlschrank: bis zu 2 Tage haltbar
- Zum Einfrieren geeignet (luftdicht verpacken)
- Beim Aufwärmen in Butter oder kurz in heißem Wasser erwärmen
Spätzle-Varianten für mehr Vielfalt
- Kässpätzle mit Bergkäse und Röstzwiebeln
- Spätzle mit Spinat (grüne Spätzle)
- Vollkorn-Spätzle
- Spätzle als Pfannengericht